Endlich Dienstag und Max darf wieder in die Krippe. 3 Tage pro Woche ist er da, weil seine Eltern arbeiten. Fröhlich rennt Max voraus zur Tür. Seine Mama folgt.
Am Fenster winken schon Lisa und Nora und begrüssen Max. Er winkt zurück, hüpft und zeigt seiner Mama seine Freunde. Wann kommt Mama endlich und drückt auf die Klingel? Ah, jetzt ist sie da. Die Tür geht auf und Max rennt in die Krippe. Nur noch schnell die Hausschuhe anziehen und dann geht’s zu den Anderen.
Julian, sein Lieblingsspielkamerad ist heute auch da. Da fällt der Abschied von Mama nicht so schwer. Max drückt seine Mama ganz fest und gibt ihr einen dicken Kuss. Noch ein letztes Mal winken und dann geht seine Mama.
Max und Julian stürmen zur Holzeisenbahn. Alle Schienen aus der Kiste – aufbauen – und Los! „tschuhhhh – tschuhhhh“, macht Max und schiebt dabei den Zug auf den Schienen. „Bums“, Julian ist mit seiner Lock auf den Zug von Max aufgefahren. „Tatü – Tata!!!“, Max holt das Polizeiauto. Schnell sind die Züge wieder auf den Gleisen und können weiter fahren. Zugunfälle gibt es viele an diesem Morgen. Aber das muss so sein, sonst fährt das Polizeiauto nicht.
„Znüni, alles ganz schnell aufräumen bitte!“, ruft Britta die Erzieherin. Max und Julian trennen sich nur ungern von ihrer Eisenbahn, räumen aber schliesslich die Schienen in die Kiste. Mit der Hilfe von Britta geht es gleich besser. Alle Kinder sitzen nun am Tisch. Max sitzt auf der Bank neben Julian. Leider ist der Platz neben Britta schon besetzt, schade. Max mag Britta am liebsten von allen Betreuerinnen, deshalb sitzt er gern bei ihr. Sie kann ihn am Besten trösten, am besten mit ihm spielen oder die besten Geschichten vorlesen. Max erzählt ihr gern, was er entdeckt und Britta hört ihm immer zu. Zu essen gibt es heute Bananen, Äpfel und Birnen. Max nimmt eine Banane. Am liebsten hätte er noch eine zweite, aber die anderen wollen auch noch. Besonders die Kleinen matschen gern damit herum.
„Nach dem Znüni wollen wir nach draussen gehen“, sagt Britta, „es ist so schönes Wetter und die Sonne scheint“. „Oh ja“, rufen alle und so geht es nach dem Hände waschen gleich zum Anziehen. Julian kommt später, da er erst noch gewickelt wird.
Max darf Julian an der Hand nehmen. Zunächst müssen sie der Strasse entlang laufen, dann kommen sie auf einen Weg, wo keine Autos mehr fahren dürfen. Max und Julian können nun rennen, springen und hüpfen. Sie wissen genau, an welcher Stelle sie warten müssen. Zum Glück gibt es immer so viel zu entdecken: Blumen, Vögel, Steine, die in der Sonne glitzern, Stöcke, ein Regenwurm, einen Käfer und –juchhe- noch eine Pfütze. “Platsch“ – da ist Max schon hinein gesprungen. Gut, dass er seine Gummistiefel angezogen hat.
Unterwegs haben sie viel gesammelt, vor allem Schneckenhäuser. Aus denen wollen sie am Nachmittag noch etwas Besonderes basteln, hat Britta gesagt. Julian sammelt jedoch lieber Stöcke. Die ganz Grossen darf er leider nicht mitnehmen, die warten hier bis zum nächsten Spaziergang.
Zurück in der Krippe duftet es schon nach dem Mittagessen. Vor dem Essen sammelt sich die ganze Gruppe noch „im Kreis“ zum Singen und Spielen. Heute singen sie ein neues Schneckenlied. Das neue Lied ist schön, sein Lieblingslied ist aber „Aramsamsam“. Das ist lustig, wenn man immer schneller singt und sich dazu bewegt.
Nach dem Essen geht es zum Zähneputzen und danach zum Mittagsschlaf. Max ist müde vom vielen Laufen, Springen und Spielen. Julian und Max haben sich eine Matratze nebeneinander ausgesucht. Heute geht Britta mit den Kinder schlafen. Sie sitzt neben ihnen und streichelt noch ein bisschen den Rücken, da ist Max auch schon eingeschlafen.
Max wird wach und gähnt. Julian schläft noch. Max weiss, dass er leise aufstehen muss, um die anderen nicht zu wecken. Ein paar Kinder sind schon wach und malen, Britta sitzt am Tisch und schreibt. „Hallo Max, hast du ausgeschlafen?“ Ja das hat Max und setzt sich zu Britta auf den Schoss. Nach dem Schlafen kuschelt Max noch gern ein paar Minuten.
Britta hat schon einen Tisch gerichtet mit Leim, Papier und Stiften und den vielen Schneckenhäusern, die sie heute auf dem Spaziergang gefunden haben. Max ist gespannt, was sie heute noch zusammen machen möchten. Wenn alle Kinder wach sind, soll es los gehen.
Ein grosses Schneckenhaus wollen sie aus den vielen Kleinen basteln. Das macht Spass, weil alle helfen können. Angestrengt hilft Max die Schneckenhäuser mit Leim auf das Papier zu kleben. Das ist gar nicht so einfach, weil die Leimflasche schwer ist und er gleichzeitig auch noch das Schneckenhaus halten muss. Geschafft! Julian klebt aus seinen Stecklein die Fühler der Schnecke, die anderen Stöcke möchte er aber lieber mit heim nehmen.
Das fertige Bild ist voller Leim und einige Schnecken sind verrutscht. Britta hängt es nach dem Trocknen im Zimmer auf und sagt, es sei wunderschön geworden. Max hätte am liebsten weitergeleimt. Das kann er jetzt auf einem anderen Blatt machen. Er freut sich schon, die Bilder am Abend seinem Papa zu zeigen.
Schon ist es Zeit fürs Zvieri. Max hilft beim Tischdecken, eifrig läuft er hin und her und trägt Becher und Teller. Der volle Wasserkrug ist ganz schön schwer und Max ist richtig stolz als er es ganz allein geschafft hat. Die anderen Kinder bringen mit Britta zusammen Brot, Käse und ganz viel Obst.
Am liebsten würde Max ja nur den Käse essen, aber Britta sagt, dass zum Käse auch das Brot gehört. Max isst erst den Käse und dann das Brot, das schmeckt so besser. Das hat er bei Julian so abgeschaut.
Nun dauert es nicht mehr lange bis zur Abholzeit. Wer mag darf mit der Miterzieherin Sibylle hinaus gehen, einige möchten noch drinnen malen. Max will im Sand spielen. Julian, Lisa und Nora auch. Sie laufen zur Garderobe wo sie auf Sibylle warten müssen. Kaum draussen angekommen, da sieht Max auch schon seinen Papa kommen. Max ist enttäuscht: er wollte doch noch mit Julian und Lisa im Sand spielen. Trotzig wirft er seine Schaufel auf den Boden.
Der Papa kommt zu ihm und sagt, dass er noch ein paar Minuten spielen kann, während er kurz mit Britta redet. Da ist Max froh und beginnt gleich mit schaufeln. Britta erzählt Papa, wie lange Max geschlafen hat, was er heute gemacht hat und wie sein Tag war. Nun ist es aber wirklich Zeit zum Gehen. Zum Glück fällt Britta ein, dass Max dem Papa doch noch das Schneckenbild zeigen möchte.
Max versucht die vielen Häuschen zu zählen: „eins, zwei, drei, sieben, fünf – zehn“, zählt Max. Das sind ganz schön viele.
Nun will auch Max nach Hause, er zieht an Papas Hand in Richtung Tür. Tschüss Julian, tschüss Lisa, tschüss Britta und Sibylle, bis Morgen. Max winkt zum Abschied und rennt in die Garderobe zum Anziehen.
(*) Dies ist ein Beispiel für einen typischen Tagesablauf. Abweichungen können jederzeit vorkommen, dies wird in jeder Krippe individuell gehandhabt.